• Lkw der lebende Schweine geladen hat
    Meine Sichtweise

    Als Veganerin zu Besuch im Maststall und Schlachtbetrieb

    „Ich möchte einen industriellen Schlachtbetrieb besichtigen“, erzähle ich und treffe in jedem Gespräch aufs Neue auf erstaunte Gesichter. „Warum?“, kommt perplex zurück und zwischen den Zeilen spüre ich die Verwunderung. „Warum tust du dir das an?“, soll die Frage meinen. Oder: „Du bist doch Veganerin, was willst du da?“. Und auch: „Da bekommst du doch sowieso nichts zu sehen“. Aus der fixen Idee wurde ein Plan, den ich inzwischen umgesetzt habe.

  • Fahrradweg mit weißer Kennzeichnung auf dem Weg
    Gesellschaft

    Das Auto steht nicht mehr im Mittelpunkt

    Wie wird die Zukunft der Mobilität aussehen? Diese Frage beschäftigt Politik, Wirtschaft und unsere Gesellschaft im Allgemeinen seit Jahren angesichts einzuhaltender Klimaziele und Grenzwerten (insbesondere für Stickoxide), Dieselskandal und verstopften Straßen. So kam es etwa im Jahr 2018 laut ADAC zu rund 745.000 Staus mit einer Gesamtlänge von 1.528.000 Kilometern. Nur in Deutschland.

  • Drei junge Rinder auf einem Milchviehbetrieb
    Ernährung & Umwelt,  Gesellschaft

    Einschränkung von Lebendtierexporten – Ein Zeichen für mehr Tierschutz

    Schon im September habe ich das erste Mal eine Dokumentation mit dem Titel „Geheimsache Tiertransporte – wenn Gesetze nicht schützen“ über den Export lebender Tiere – insbesondere von Rindern – in EU-Drittstaaten angesehen. Der Film ist von Manfred Karremann, der sich als Journalist und Autor unter anderem mit Tierschutz beschäftigt. In „Geheimsache Tiertransporte“ geht es um krasse Missstände und Missachtung von Tierschutzgesetzen beim Export von Nutztieren ins EU-Ausland.

  • Menschen bei einer friedlichen Demonstration in Oldenburg
    Meine Sichtweise

    Die Macht, die wir haben

    Ständig werden wir mit Problemen unfassbaren Ausmaßes konfrontiert – ob nun mit dem Klimawandel, der Hungersnot in armen Ländern, mit Menschen, die auf ihrer Flucht sterben, mit Korruption, Diskriminierung oder moderner Sklaverei. Oft bleibt das Gefühl, dass wir gegen „die da oben“ oder gegen weit entfernte Probleme wie Klimakatastrophen in afrikanischen Ländern kaum etwas ausrichten können. Das alles ist weit weg, wir sind zu unbedeutend und machtlos. Ich glaube nicht, dass das stimmt.

  • Pflanze auf Fensterbank
    Buchtipps,  Gesellschaft

    Die Hürden der Ethik (und warum sie mich nicht entmutigen)

    Ich konnte die Vorweihnachtszeit und die Feiertage dafür nutzen, meine Nase mal wieder in ein paar Bücher zu stecken. Dabei bin ich in einem sehr inspirierenden Buch von Hilal Sezgin auf einen interessanten Gedanken gestoßen, dem ich diesen Blog-Beitrag widmen möchte. In „Nichtstun ist keine Lösung“ zeigt sie, wieso es sich lohnt, für seine Werte aufzustehen und sich für diese einzusetzen. Einen Teil ihres Buches widmet sie der Psychologie des Moralischen und vor allem einem Thema, das sicherlich viele derjenigen beschäftigt, die sich Mühe geben, moralische Entscheidungen zu treffen: Dass man durch eben dieses Handeln – ob nun öffentlich auf Demonstrationen, durch ein ehrenamtliches Engagement oder im privaten Alltag durch…

  • Buch "Vegan-Klischee ade!" von Niko Rittenau und eine Tasse Tee
    Buchtipps

    „Vegan-Klischee ade!“ – Für mehr Fakten und weniger Vorurteile

    Gegenüber jeder Ernährungsweise gibt es Vorurteile. So hört man häufig, dass bei einer Mischkost zu wenig Gemüse gegessen werde, bei einer pflanzlichen Ernährung sind es die Proteine und bei der Paleo-Ernährung Kohlenhydrate. Nun kann man solche pauschalen Aussagen per se anzweifeln, da es innerhalb der jeweiligen Ernährungsformen eine ganze Bandbreite an unterschiedlichen Ausführungen gibt. Wer sich vegan ernährt, muss nicht automatisch mehr Gemüse essen als ein Mischköstler. Neben vielen Vorurteilen finden sich auch tausende Tipps und Ratschläge zu Ernährungsfragen – in Online-Foren, von Lebensmittelherstellern, Bekannten, Frauenzeitschriften und noch vielen weiteren. Leider ist einem nicht immer gut getan, wenn man diese Ratschläge befolgt. Viele gefühlte Wahrheiten, persönliche Überzeugungen und Halbwissen fließen…

  • Regenjacke aus recycelten PET-Flaschen, getragen von Bloggerin Kira Jacobs
    Gesellschaft

    Slow it down – Stoppt die Fast Fashion Industrie

    Ein durchschnittlicher Deutscher kauft sich laut Greenpeace 60 Kleidungsstücke im Jahr. Als ich auf diese Zahl gestoßen bin, geriet ich sofort in Versuchung, mein eigenes Kaufverhalten zu analysieren. Also ließ ich das Jahr 2018 Revue passieren (auch wenn es natürlich noch nicht ganz vorbei ist): Inklusive drei Paar Schuhe komme ich auf neun neue Kleidungsstücke und sieben gebrauchte. Das ist immer noch mehr als ein Kleidungsstück pro Monat, aber dennoch weit weniger, als sich ein Durchschnitts-Deutscher laut Greenpeace kauft. Dass ich nicht ganz so viel Kleidung kaufe, liegt vor allem daran, dass ich mir nur „Lieblingsstücke“ zulege, also Teile, die ich sehr wahrscheinlich auch in zwei oder fünf Jahren noch…

  • Landwirtschaftlich genutztes Ackerland im Herbst
    Ernährung & Umwelt

    Glyphosat: Umstritten und doch massenhaft eingesetzt

    „Eine Familie kämpft gegen Monsanto“ titelte Deutschlandfunk vor wenigen Tagen, „US-Gericht lässt weitere Glyphosat-Klage gegen Bayer-Tochter Monsanto zu“ schrieb das Handelsblatt am 21. November, mit „Glyphosat – sich vorbereiten auf die Zeit danach“ richtet sich Agrarheute an die Landwirte und der NDR berichtet: „Glyphosat-Verzicht: In Braunschweig ein Erfolg“. Glyphosat ist in den Medien ständig präsent und das seit Jahren – etwa im Zusammenhang mit der Diskussion über die Zulassung, mit Anklagen, die erkrankte Menschen gegen Monsanto erheben, mit Modellprojekten und mit dem vehementen Beteuern Monsantos, dass Glyphosat gesundheitlich unbedenklich sei. Warum machen wir überhaupt so einen Wirbel um das chemische Mittel? Glyphosat ist das am häufigsten eingesetzte Herbizid. In der…

  • Aufgeschlagene Zeitschrift, die gelesen wird
    Gesellschaft

    Informieren in Zeiten von Social Media, Podcasts, Fake News und rückläufigen Auflagenzahlen von Zeitungen

    Es ist Montagmorgen, die Zeitung liegt auf dem Tisch und ich verschaffe mir einen Überblick über die aktuellen Nachrichten. Dabei interessieren mich vor allem politische und wirtschaftliche Hintergrundberichte – den Sportteil blättere ich bloß schnell durch und dann muss ich auch schon aufbrechen. Diese alltägliche Szene gehört in meinem Fall inzwischen der Vergangenheit an. Der Grund ist ganz einfach der, dass es sich nicht um mein eigenes Zeitungs-Abonnement handelte, sondern um das meiner Eltern. Solange ich noch bei ihnen gewohnt habe, konnte ich es also einfach mit benutzen. Dann bin ich ausgezogen – und habe selbst kein eigenes Abonnement abgeschlossen. Seitdem informiere ich mich in verschiedensten Quellen: So nutze ich…