• Aufgeschlagene Zeitschrift, die gelesen wird
    Gesellschaft

    Informieren in Zeiten von Social Media, Podcasts, Fake News und rückläufigen Auflagenzahlen von Zeitungen

    Es ist Montagmorgen, die Zeitung liegt auf dem Tisch und ich verschaffe mir einen Überblick über die aktuellen Nachrichten. Dabei interessieren mich vor allem politische und wirtschaftliche Hintergrundberichte – den Sportteil blättere ich bloß schnell durch und dann muss ich auch schon aufbrechen. Diese alltägliche Szene gehört in meinem Fall inzwischen der Vergangenheit an. Der Grund ist ganz einfach der, dass es sich nicht um mein eigenes Zeitungs-Abonnement handelte, sondern um das meiner Eltern. Solange ich noch bei ihnen gewohnt habe, konnte ich es also einfach mit benutzen. Dann bin ich ausgezogen – und habe selbst kein eigenes Abonnement abgeschlossen. Seitdem informiere ich mich in verschiedensten Quellen: So nutze ich…

  • Herbstbäume an einem sonnigen Tag am Wiesenrand
    Ernährung & Umwelt

    Google ist nicht alternativlos

    Google ist DIE Suchmaschine. Allein die Tatsache, dass eine suchmaschinenbasierte Suche als „googeln“ bezeichnet wird und dieses Verb tatsächlich Eingang in den Duden gefunden hat, macht die enorme Bedeutung des Megakonzerns deutlich, der in diesem Jahr 20 Jahre alt wurde. Sieht man sich die Marktanteile von Suchmaschinen an, wird deutlich, warum sich nicht „yahoon“ oder „bingen“ in unserem Wortgebrauch durchgesetzt haben. Weltweit nimmt Google über 86 Prozent des Marktanteils für Suchmaschinen am Desktop ein. In Deutschland sind es unwesentlich weniger, nämlich 85,78 Prozent. Für die mobile Suche sind es unfassbare 98,39 Prozent. Eine ernsthafte Konkurrenz hat Google dabei nicht, lediglich Bing und Yahoo haben einen erwähnenswerten Marktanteil mit rund 6,5…

  • Das Cover des Buches "Die Wegwerfkuh" von Tanja Busse
    Buchtipps

    „Die Wegwerfkuh“ – von der Ineffizienz der Intensivlandwirtschaft

    Tanja Busse nimmt in „Die Wegwerfkuh“ eine andere Perspektive ein als viele andere Kritiker der Intensivtierhaltung. Das ist es, was ihr Buch von anderen unterscheidet und, wie ich finde, einen Mehrwert schafft. Sie betont explizit, dass es ihr nicht darum gehe, die Landwirte an den Pranger zu stellen, sondern dass ihre Kritik einem System gilt, das sich über Jahrzehnte hinweg entwickelt hat und in dem die Landwirte selbst gefangen seien. Sie hebt dabei auch hervor, dass sie selbst auf einem Bauernhof groß wurde und gibt sich so besonders nah. Ich habe „Die Wegwerfkuh“ an einem Wochenende geradezu verschlungen. Erwartet hatte ich eigentlich andere Inhalte angesichts des provozierenden Titels. Eine Kuh,…

  • Obst, Gemüse und weitere veganen Lebensmittel
    Ernährung & Umwelt,  Meine Sichtweise

    Ein Monat streng vegan – mein Fazit

    Manche haben es vielleicht über Instagram oder im Gespräch mit mir mitbekommen: Im September habe ich mich einen Monat lang streng vegan ernährt. Ansonsten esse ich vegetarisch und versuche zumindest weitestgehend auch auf Milchprodukte und Eier zu verzichten. Dennoch wollte ich gerne die Erfahrung machen, gänzlich ohne tierische Produkte auszukommen. Ich denke, dass eine sofortige Umstellung von einer Ernährung mit tierischen Produkten und auch Fleisch hin zu einer rein pflanzlichen Ernährung sehr radikal ist. Ich weiß nicht, ob ich einen veganen Monat noch vor einem Jahr durchgehalten hätte. Die Ernährungsumstellung ist bei mir eher in einem Prozess verlaufen: Vor etwa einem Jahr habe ich angefangen, mich mehr mit meiner Ernährung…

  • Obst in nachhaltigen Einkaufsnetzen aus Stoff
    Ernährung & Umwelt

    Konsumverhalten reflektieren: 11 Tipps für ein umweltbewussteres Leben

    Wenn jeder von uns sein Leben ein klein wenig verändert, können wir schon eine Menge erreichen. Wenn jeder von uns in sich geht und überlegt, an welchen Stellen er oder sie umweltbewusster und nachhaltiger handeln könnte, ohne dass es schwer fällt, macht das einen Unterschied. Man muss nicht immer sein ganzes Leben auf den Kopf stellen und ein perfektes, nachhaltiges Leben führen. Das ist meiner Meinung nach ein zu hoher Anspruch, dem keiner gerecht werden kann. Doch jeder, wirklich jeder kann sein eigenes Verhalten, seine Gewohnheiten reflektieren. Man sollte sich fragen: An welchen Stellen kann ich verantwortungsvoller handeln? Wo kann ich weniger Müll verbrauchen, Wasser sparen und die Emission von…

  • Oberer Teil von frei verschieden farbigen Alkoholflaschen
    Gesellschaft

    Alkohol als Bestandteil der deutschen Kultur – ein Erfahrungsbericht

    Jeder von uns war sicherlich schon einmal in Situationen wie dieser: Ich sitze im Wartezimmer meines Hausarztes, zunächst allein. Dabei hänge ich meinen Gedanken nach, sehe gelegentlich auf mein Handy und beantworte Nachrichten. Eine Frau kommt herein, grüßt mich kurz mit einem „Moin“ und setzt sich neben mich. Sie greift eine der bereitliegenden Zeitschriften und beginnt zu blättern, liest hier und da ein paar Zeilen. Der nächste Patient betritt den Raum und auch er setzt sich nach einer kurzen Begrüßung. Dann beugt er sich demonstrativ über das Tischchen mit den Zeitschriften und greift sich ebenfalls ein Exemplar. Langsam fühle ich mich unbehaglich, denn: Auch von mir wird eigentlich erwartet, dass…

  • Ernährung & Umwelt

    Ein Weg aus der Massentierhaltung? Forderungen von Tierrechtsorganisationen

    Jeden Tag Fleisch essen – das ist dank günstigster Preise in reichen Industriestaaten wie Deutschland nicht nur möglich, sondern gelebter Alltag für viele Menschen. Rund 60 Kilogramm Fleisch isst ein Deutscher jährlich im Schnitt. Das sind 164 Gramm Fleisch an jedem Tag. Die hohe Nachfrage nach tierischen Produkten wird heutzutage vor allem durch die intensive Tierhaltung gedeckt. Eine Industrie, die billiges Fleisch hervorbringt auf Kosten von Klima und Tierwohl. Verfechter der intensiven Tierhaltung argumentieren mit der immer weiter wachsenden Bevölkerung, die nicht mit Tierprodukten, die nach Öko-Standards hergestellt werden, versorgt werden könne. Zudem sei diese Art der Tierhaltung extrem effizient. Doch gleichzeitig ist die Landwirtschaft einer der größten Treiber des…

  • Fahrradweg in Kopenhagen über einem Kanal
    Gesellschaft

    Das Fahrrad als Haupt-Verkehrsmittel der Zukunft?

    In deutschen Städten ist das Fahrradfahren mit einigen Strapazen verbunden. Unebenheiten und Löcher auf dem Weg, keine klare Trennung zu Fußgängern. Verläuft der Radweg auf der Straße, werden Fahrradfahrer oftmals mit hauchdünnem Abstand von Autos überholt. Hinzu kommen Radwege, die einfach auf der Straße enden oder von Autofahrern als Parkstreifen genutzt werden. Das geht auch besser ¬– das zeigen bekannte Fahrradstädte wie Kopenhagen. Bei einer Reise in die Hauptstadt Dänemarks ist mir aufgefallen, wie viele Fahrradfahrer es gibt und wie anders die Straßen wirken, einfach nur, weil den Fahrradfahrern im Vergleich zu deutschen Städten mehr Platz eingeräumt wird. Die Fahrradwege sind dort ein Traum für jeden Fahrradfahrer: Breite, asphaltierte Radwege,…

  • Cowspiracy Titelbild mit einer Kuh hinter einem Tor
    Ernährung & Umwelt

    „Cowspiracy“: Der Einfluss unseres Fleischkonsums auf das Klima

    Als in mir der Gedanke wuchs, Vegetarierin zu werden, wollte ich zunächst einen Test starten. Ich nahm mir vor, sechs Monate lang vegetarisch zu leben. Würde es mir leicht oder zumindest nicht allzu schwer fallen, wollte ich nach den sechs Monaten weitermachen. Zur gleichen Zeit habe ich mir eine Dokumentation angesehen: „Cowspiracy – Das Geheimnis der Nachhaltigkeit“. Danach war mir klar, dass ich keine Testphase brauche – meine Entscheidung, Vegetarierin zu werden, stand. Ich bin immer davon ausgegangen, dass Fleischkonsum hauptsächlich schlecht für das Tierwohl ist. Mit weiteren Effekten habe ich mich nicht auseinandergesetzt. So war mir einfach nicht klar, wie groß der Einfluss auf unseren Klimawandel ist. Ich konnte…

  • Ernährung & Umwelt

    Klimawandel und Ernährung – was Du tun kannst

    Woher kommen die Treibhausgasemissionen, die den Klimawandel vorantreiben? Wenn ich darüber nachdenke, fallen mir als erstes die großen Rauchwolken ein, die aus den Schornsteinen von Fabrikanlagen in die Umwelt entweichen, und ich muss auch an unsere vollen Straßen, an Flugzeuge und Schiffe denken. Das sind die Bilder, die gerne in Zeitung und Fernsehen gezeigt werden, wenn es um den Klimawandel geht. Da überlegt man es sich schon zweimal, ob der nächste Urlaub eine Kreuzfahrt oder ein Flug nach Thailand sein muss, oder ob es nicht doch auch ein Trip in die Niederlande tut. Weniger präsent als der Energiesektor und Verkehrsmittel ist eine weitere Hauptursache der Freisetzung von Treibhausgasen – in…